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100 Solarkocher für Paktia / Afghanistan

Barcelona, Spain - September 21, 2008: Large Solar oven's are set up to boil a pot of water. A solar cooker, or solar oven, is a device which uses the energy of direct sun rays (which is the heat from the sun) to heat, cook or pasteurize food or drink. The vast majority of solar cookers presently in use are relatively cheap, low-tech devices.

Einsatzdarstellung lt. GIZ*-Broschüre „Die Sonne bringt es an den Tag“ – Möglichkeiten zur effizienten und umweltfreundlichen Verwendung von Solarkochern in Entwicklungsländern.

Paktia – erlebt bei einer wissenschaftlichen Exkursion des deutschen Dozententeams an der Wirtschaftsfakultät der Universität Kabul in Begleitung von afghanischen Kollegen (1970)

Zitate: „Weltweit kochen heute (2010, aber immer noch!) etwa 2,5 Mrd. Menschen mit Biomasse, vorwiegend Brennholz. Die uns vertrauten Energieträger wie Gas oder Elektrizität sind für sie meist unerschwinglich oder gar nicht vorhanden.“- „Etwa zwei Milliarden Menschen leiden weltweit (aber) unter Mangel an Brennholz, das vor allem zum Kochen und Heizen gebraucht wird“.-„Das Sammeln von Brennholz obliegt meist den Frauen und (häufig schulpflichtigen) Kindern (zulasten der Erledigung ihrer Schulaufgaben), die oft mehrere Stunden am Tag damit verbringen und dabei Lasten bis zu 45 kg schleppen müssen. Wird im Haus gekocht, führen Abgase und Ruß oft zu Erkrankungen der Atemwege; bei den Kleinkindern gehören sie zu den häufigsten Todesursachen.“

Einwand: es sind schon im Zeitraum 1990 – 2010 rd. 1 Mio. Solarkocher in den Zielländern aufgestellt worden. Dazu beigetragen hat mit ca. 40.000 Solarkochern in 40 Ländern auch unser Kooperationspartner EG Solar e.V. in Altötting (www.eg-solar.de).

Aber: nach Einschätzung der beiden deutschen Solarexperten Dr.-Ing. Dieter Seifert (Neuötting) und Udo Fredmüller (Ratingen), die selbst an der Entwicklung und Einführung der modernen Parabol-Solarkocher maßgeblich beteiligt waren, sind heute aus von uns analysierten Gründen mehr als die Hälfte nicht mehr im Einsatz.

Folgerung: wir haben hinsichtlich der gebotenen Nachhaltigkeit ein „Pilotprojekt“ entwickelt, das die „Zehn Grundregeln** einer Erfolg versprechenden Verbreitung und Nutzung von Solarkochern“ lt. GIZ*-Empfehlung berücksichtigt.

Hilfe zur Selbsthilfe: die aus Deutschland zu beziehenden Aluminiumreflektoren, die dank der Nano-Technologie mit Keramikbeschichtung in witterungsbeständiger Qualität hergestellt werden, können vor Ort in Khost in einer „Solar-Partnerwerkstatt“ kostengünstig komplettiert werden. Zudem werden einheimische Servicetechniker ausgebildet, die bei der Einführung, Anwendungstechnik und Wartung behilflich sein werden.

Brücke zur verbesserten Einstellung gegenüber der geordneten Waldwirtschaft ohne Raubbau: den Anwender- bzw. Nutzer-Familien der Solarkoch-Technik werden 2-3 Fruchtbäume zur verantwortungsvollen Pflege und Betreuung als Voraussetzung weiterer Nutzung der Solarkocher übergeben.

Geschätzte Gesamtkosten des Pilotprojektes „100 Solarkocher für Paktia“: 20.000-25.000 €; davon 45 € pro Solarkocher für die leistungsstarken Reflektorbleche aus Deutschland. Hohe Wertschöpfung und lokale Akzeptanz durch einheimische Techniker.

Projektleitung in Khost: Azad Gul – unterstützt in Bonn/Ratingen durch Dr. Jürgen Kanne & Kollegen

(*) Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH – im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche  Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

(**) Verfügbar bei Anfrage

Ausführliche Infos über: kanne@afghanic.de