28. Hamburger Afghanistanwoche: 31. 7. – 4. 8. 2023

Nach der Machtübernahme durch die Taliban (Mitte August 2021) und den dramatischen Ereignissen und Situationen auf dem Flughafen in Kabul dauert die Not für die afghanische Bevölkerung an: die wirtschaftliche Lage verschlechtert sich; viele, besonders Frauen und Kinder, leiden unter der immer schwierigeren Versorgungslage, die auch vorher nicht optimal war. Viele Waren, gerade Medizin und medizinisches Gerät, kommen nahezu nicht mehr ins Land. Außerdem verlassen viele gut ausgebildete Menschen das Land jetzt und offenbar auch weiterhin. Frauen und die, die mit dem Taliban-System nicht übereinstimmen, müssen mindestens mit Ausgrenzungen rechnen, viele von ihnen sehen keine Zukunft mehr in Afghanistan. Wie verhalten sich die Taliban jetzt? Was tut die internationale Gemeinschaft und was kann angesichts der neuen Talibanherrschaft getan werden?

Afghanistan ist ein Vielvölkerstaat: sehr heterogen – sprachlich, ethnisch, religiös. Aber ungeachtet dieser Heterogenität, die sich u. a. auch in der größten afghanischen Community in Deutschland, in Hamburg, widerspiegelt, ist die Sorge um die Lage in der Heimat bei allen enorm.

Auch 2023 werden wir erneut in Zusammenarbeit mit dem Verein für Politische Bildung Hamburg eine Afghanistan-Woche (1. – 5. 8. 2022) veranstalten. Afghanistan – die Situation im Land, außenpolitische Aktionen und Reaktionen, aber auch das Leben der Afghanen und Afghaninnen in Deutschland und Europa sind wie jedes Jahr Thema der Hamburger Afghanistan-Woche.

In diesem Wochenseminar analysieren wir die Lage im Land, u.a. die Arbeitsbedingungen für Frauen unter den Taliban, überhaupt Leben, Arbeit und Alltag mit den neuen Machthabern, und suchen nach Lösungsansätzen für die Verbesserung der humanitären Lagen in Afghanistan. Außerdem bieten wir mit dem Seminar ausreichend Gelegenheiten, damit sich Teilnehmende vernetzen und in ihrem Engagement ergänzen können, Initiativen entwickeln und aufbauen können. Es wird um das Leben und die Lebensbedingungen im Land gehen, um zivilgesellschaftliche Projekte, die in Afghanistan durchgeführt werden, und um internationale Politik.

Eingeladen sind Wissenschaftler und Vertreter zivilgesellschaftlicher Initiativen aus Afghanistan und aus Deutschland, Diplomaten und Entwicklungshelfer.
Neben Vorträgen, Diskussionen und Gruppenarbeiten gibt es wie immer Gelegenheit zu Begegnungen, Erfahrungsaustausch und Vernetzung von Referenten und Teilnehmenden. Ein Abend mit afghanischer Musik und Tanz, Essen und Lebensfreude ist wie seit nunmehr 27 Jahren ein weiterer Höhepunkt. Kinderbetreuung wird gewährleistet.
Die 27. Afghanistan-Woche wird von der Landeszentrale für Politische Bildung Hamburg und der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert und ist als Bildungsurlaub in Hamburg anerkannt. Der Seminarbeitrag beläuft sich auf 140,- EUR für Erwachsene und 80,- EUR für Kinder (ermäßigt 80,- EUR bzw. 50,- EUR). In diesem Preis enthalten sind die Seminargebühren sowie die Kosten für Übernachtung und Verpflegung.
Diese Veranstaltungswoche, die seit 27 Jahren stattfindet, erfreut sich mit durchgängig 40 bis 50 Teilnehmern und Teilnehmerinnen, darunter Vertreter angesehener NGOs, von Verwaltungen und der Regierung, ungebrochen großer Beliebtheit.
Die diesjährige 28. HAW wird vom 31. 7. bis 4. August 2023 in der CVJM-Sunderhof (www.dersunderhof.de) südlich von Hamburg stattfinden.

www.dersunderhof.de

Eine Förderung durch die Bundeszentrale für politische Bildung ist beantragt. Das Seminar wird von Landeszentrale für politische Bildung in Hamburg gefördert und ist als Bildungsurlaub anerkannt.

Programm