Afghanic e.V.

Geschichte (Chronologie)

Geschichtliche Chronologie Afghanistans
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um 3000 v. Chr.
   
Mundigak-Kultur. Nach Ausgrabungen in der Stadt Mundigak, nähe Kandahars
 2000 – 1500 v. Chr.
 
Wanderung indo-germanischer Steppenvölker von Norden nach Afghanistan
 
um 700 – 559 v. Chr. 
 
Westafghanistan kommt unter die Herrschaft der Meder
 
um 630 v. Chr. 

Zarathustra, Religionsstifter, in Balch (Baktrien) geboren

um 550 – 480 v. Chr.   Siddhata Gautama, Buddha, „Der Erleuchtete“
559 – 330 v. Chr. Achämeniden
336 – 323 v. Chr. Alexander der Große
329 v. Chr. Eroberung Ostiran mit Provinzhauptstadt Herat
312 – 64 v. Chr. Seleukiden-Dynastie, Nachfolger Alexander des Großen
um 250 v. Chr. Gründung eines selbständigen Königreiches Baktrien
268 – 233 v. Chr. Ashoka, bedeutendster Herrscher der indischen Maurya-Dynastie
183 v Chr. 

Demetrius, baktrischer König, erobert Panschab und Süd-Afghanistan, Buddhismus wird Staatsreligion

45 n. Chr.  Kadphises, Begründer der Kuschanen-Dynastie
um 143 – 172 

Kanischka der Große. Der Buddhismus erreicht seinen Höhepunkt in Afghanistan. Gandahara-Kunst

226 – 642

Sassaniden

242 – 272 

Sassaniden-König, Schapur I der Große, verleibt den größten Teil Afghanistans dem Persischen Reich ein

400 – 642  Hephtaliten (Weiße Hunnen)
460 Einfall der Weißen Hunnen in Afghanistan
565 von den Türken besiegt
570  Mohammad wird in Mekka geboren
632 – 750 Arabische Omajaden
ab 642 Islamisierung durch Araber
663 Einnahme von Baktra (Balch durch die Araber)
754 – 1258 Arabische Abbasiden

867 – 903

Saffariden
874 – 999

Samaniden. Isail Samani, Begründer der Samaniden-Dynastie beherrschen Persien, Choresan, Transoxanienund weite Teile Afghanistans

999 – 1183 Ghaznaviden-Dynastie
999 – 1030 Mahmud der Große, geboren 969
1037 – 1307

Seldschuken beherrschen Persien, Mesopotamien, Syrien und Kleinasien

1151 – 1208 Ghoriden
1221 

Einfall des Dschingis Khan in Afghanistan. Zerstörung von Herat, Balch, Bamiyan, Ghazni, Laschkari-i-Bazar, Qala-i-Bost und Merw

1369 – 1526 Timurlan und seine Nachfolger, die Timuriden
1501 – 1721 Persiches Reich der Safawiden
1625 Kandahar wird von Safawiden besetzt
1526 – 1709 Indische Großmogule
1505 Babur, Begründer der Mogul-Dynastie erobert Kabul
1709 – 1729 Paschtunen-Königreich unter Mir Wais Hotaki
1747 – 1773

Ahmed Schah Durrani, ruft unabhängiges Afghanistan aus

1836 – 1863 Dost Mohammad Khan. Mit Unterbrechung Emir von Afghanistan 1838-1842 Erster anglo-afghanischer Krieg
1839 Schah Schudscha wird von den Engländern als Emir eingesetzt Dost Mohammad Khan erobert die Herrschaft wieder zurück
1855 Britische Regierung erkennt Dost Mohammad Khan als Emir von Afghanistan an
1863-1869 Scher Ali, Sohn Dost Mohammad Khans, Emir von Afghanistan Zweiter anglo-afghanischer Krieg
1880-1901  Abd-ar-Rahman, Emir von Afghanistan
1887 und 1893 Gebietsabtretung an Rußland im Norden und England im Südosten
1901-1919 Habib Ullah, Sohn von Abd-ar-Rahman, Emir von Afghanistan
1919 Dritter anglo-afghanischer Krieg
1919-1929 Aman Ullah, Sohn Habib Ullah, Emir von Afghanistan 1921 Englische Zusicherung außenpolitischer Unabhängigkeit Seit 1926 die Bezeichnung König
1929 Habib Ullah, genannt Batscha-i-Saqao (Sohn des Wasserträgers), usurpiert den Thron für neun Monate
1929-1933 König Nadir Schah
1933-1973 König Zaher Schah, Sohn von Nadir Schah
1964 Neues Grundgesetz, Afghanistan, Afghanistan wird  konstitutionelle Monarchie
1973 Mohammad Daud ruft Afghanistan als Republik aus und ernennt sich selbst zum Staatspräsidenten
1978 Sturz von M. Daud. Ausrufung der Volksrepublik Afghanistan         Staatspräsident Nur Mohammad Taraki 
16.9.1979 Gewaltsamer Tod Tarakis. Machtübernahme durch den stellvertretenden Staatspräsidenten Hafiz Ullah Amin
26.12.1979 Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan Präsident Amin wird von Russen beseitigt. Babrak Karmal als neuer Staatspräsident
1985 Dr. Najibullah wird Staatspräsident
1989 Abzug der Sowjetarmee aus Afghanistan
1992 „Mujahedin“ erobern Kabul und rufen Islamischen Staat aus (Mujadidi neuer Präsident)
1992 B. Rabbani löst Mujadidi als Präsident ab
1993 Entstehen der Taliban in Kandahar
1996 Taliban erobern Kabul
1981-1983 Ausweitung des Widerstandskampfes auf sämtliche Landesteile einschließlich der Städte; 80 % des Landes unter Kontrolle der Mujaheddin („Freiheitskämpfer“)
  Massenexodus von Afghanen nach Pakistan und Iran. Wiederholte Verurteilung der sowjet. Invasion durch UNO-Vollversammlung und „Islamische Gipfelkonferenzen“
1984 (April)  Landesweit größte sowjet. Offensive gegen den       Widerstand ,der sich trotz Rückschlägen behauptet
1986 (4.5.) 

Karmal wird von Mohammed Nadschibullah als Parteichef abgelöst; ab 30.11.1987 auch Staatschef

1988 (15.4)  Vertrag von Genf; Beginn des Abzugs sowjet. Truppen
1989 (15.2) Letzter sowjet. Soldat verläßt Afghanistan
1990 (Juni)   Verfassungsreform unter Nadschibullah
1992 (April)  Guerillas erobern Khost
1992 (16.4)

Rücktritt Nadschibullahs, ab 24.4 Sibghatullah Mojadidi Übergangspräsident; Bürgerkrieg in Kabul und Umgebung, neue Flüchtlingsströme nach Pakistan

(30.12.)1.  Die Große Shura wählt den Tadschiken Burhanuddin Rabbani für die Dauer von zwei Jahren zum Präsidenten. Er war bereits seit dem 28.6. provisorisch im Amt
1993 (7.3.)  

Friedensabkommen von Islamabad zwischen zehn Mujahedin Gruppen Gulbuddin Hekmatyar als Ministerpräsident vereidigt

1994 Entstehen der Taliban in Kandahar
1994 (28.12.)

Burhanuddin Rabbani verlängert seine Amtszeit selbst auf unbestimmte Zeit

1996 (24.5.)  Friedensabkommen zwischen B. Rabbani und G. Hekmatyar
26.6.1996 Hekmatyar trifft am in Kabul ein und wird erneut als Regierungschef vereidigt
27.9. 1996 Die radikal-moslemische Taliban, die bereits große Teile Afghanistans kontrolliert, nimmt Kabul ein
November 1996 Der deutsche UN-Gesandte Norbert Holl führt mit allen am seit nunmehr 17 Jahren wütenden Bürgerkrieg beteiligten Gruppen Gespräche
Oktober 1997 Die Taliban rufen das "Islamische Emirat Afghanistan" aus
März 2001 Taliban zerstören die Budha-Statuen von Bamyan
9. Sept 2001 Der Führer der Nordallianz Massud wird ermordet
11.09.2001 Anschläge auf das World Trade Centre und das Pentagon
7.10.2001 Beginn der US-geführten militärischen Intervention in Afghanistan
17.Nov. 2001

Die Nordallianz zieht in Kabul ein trotz vorheriger Verzichtserklärung gegenüber den USA

27.11 bis 5.12.2001 Bonner Afghanistan Gespräche unter der Schirmherrschaft der UNO.

Es werden nur vier Gruppierungen eingeladen (Rom-, Zypern-, Peschawargruppe und Nordallianz)

Dez. 2001 Entsendung von 5.000 ISAF-Soldaten (darunter 2.000 Deutsche)
22.12.2001 Die neue Übergangsverwaltung Hamed Karzai übernimmt offiziell die Macht, Eidleistung
18. April 2002 Rückkehr des Monarchen Zahir Schah aus dem über 30-jährigen Exil in Rom
Juni 2002 Bestätigung Karzai´s als Präsident der afghanischen Übergangregierung durch die Loya Jirga
4.01.2004 Afghanistan bekommt eine neue Verfassung
9. 10.2004 Präsidentschaftswahlen
18.9.2005 Parlamentswahlen
Feb 2006

Die Londonkonferenz bewilligt 10,5 Mrd. Dollar weitere Hilfe für Afghanistan "Afghanistan Compact"

Okt 2006

Die Nato übernimmt die Verantwortung für die Sicherheit in ganz Afghanistan
   
 Aug 2008
 
Ein US-Bombenangriff in der Provinz Farah fordert 89 zivile Opfer
   
 März 2009
 
 US-Präsident Obama verkündet eine neue Strategie für Afghanistan (und Pakistan) sowie weitere Truppenverstärkungen
   
 20 Aug 09
 
 Präsidentschaftswahl und Wahlen zu Provinzräte
 
 Sept 2009  Von Bundeswehr befohlene Luftangrif in Kunduz: Dutzende zivile Opfer
 
   
 2010  Parlamentswahlen

 

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