Afghanic e.V.

Quo vadis Afghanistan?

Vortrag und Diskussion mit Dr. Yahya Wardak
 Freitag, 15. Januar, 20 Uhr, im Allerweltshaus, Körnerstr. 77, Köln – Ehrenfeld, Eintritt 3,- €
Der Vortrag wird nach einer kurzen Skizzierung der Lage und Grunddaten Afghanistans auf den, nach dem Sturz der Taliban ins Leben gerufenen, Petersberg-Prozess (auch Bonner Prozess) eingehen. Die aktuelle Situation des Landes und Probleme sowie Fehler bei der Umsetzung von „Maßnahmen zur Friedensförderung und Entwicklung“ werden ein wichtiges Thema des Vortrages sein.

Hierbei wird auf die Rolle der Bundesregierung und des Einsatzes der deutschen Bundeswehr eingegangen und der Versuch unternommen, eine Bilanz des Engagements zu ziehen, unter Berücksichtigung des afghanischen Blickwinkels. Deutschland hat durch den Angriff auf zwei Tanklastwagen im September 2009 erneut die Frage in den Mittelpunkt gerückt, wie mit zivilen Opfern umgegangen werden soll. Abschließend sollen Zukunftsperspektiven und Möglichkeiten für eine friedliche Lösung des Krieges diskutiert werden. 
„Der Interventionskrieg der USA und der NATO in Afghanistan geht ins neunte Jahr, er dauert also schon länger als der Zweite Weltkrieg. Ein Ende ist nicht abzusehen. Die Intervention hatte ursprünglich – so die Legitimation – die Selbstverteidigung der USA, die Festnahme der Al Qaida-Terroristen und die Zerschlagung deren Angriffspotenzials zum Ziel. Mittlerweile ist sie zu einem Kampf gegen die seinerzeit in Afghanistan herrschenden Taliban geworden, mit der erklärten Zielsetzung, das Land in eine Demokratie zu verwandeln und marktwirtschaftlich zu entwickeln. Obwohl die Mittel die Ziele bestimmen, wurde die Intervention mit Hilfe der nördlichen Warlords betrieben, die ganz und gar nichts mit Demokratie zu tun haben. Der Krieg wird auf dem Rücken der Bevölkerung des Landes geführt, die nicht nur „Kollateralschäden“ zu tragen hat, sondern auch unter bitterer Armut leidet.“ (Dossier IV der Kooperation für den Frieden)
Dr. Yahya Wardak studierte Medizin und gründete das heute in Bonn angesiedelte Afghanistan Information Center e.V. (www.afghanic.de). Er ist freier Mitarbeiter der Afghanischen Redaktion der Deutschen Welle und berät unter anderem für InWent Afghanistan-Projekte.
Die Veranstaltung wird im Rahmen des Projektes „Erinnern und Handeln für die Menschenrechte“ stattfinden.
V.i.S.d.P. : Adnan Keskin, Allerweltshaus Köln e.V., Tel.: 0221 – 510 30 02, www.menschenrechte-koeln.de
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