Afghanic e.V.

 Sehr geehrte Damen und Herren, Afghanistan steht nicht nur wegen den beginnenden Abzugs der ISAF-Bild_einladung.jpgTruppen, sondern wegen der ungenügenden Ergebnisse diese als Befriedungs-, Staatbildungs- und Stabilisierungsmission angelegten zivil-militärischen Einsatzes jetzt und in dem folgenden Jahrzehnt der „Transformation“ vor großen Herausforderungen, die nur bewältigt werden können, wenn es gelingt, die strukturelle Friedens- und Entwicklungsfähigkeit der afghanischen Nation in ihrer Gesamtheit, unabhängig von ihrer derzeitigen ethnischen und sozialen Fragmentierung zur Entfaltung zu bringen.


Dies wird nicht gelingen, wenn nicht unter maßgeblicher Beteiligung zivilgesellschaftlicher Organisationen in Afghanistan selbst und im Exil ein 
Friedens- und Versöhnungsprozess organisiert wird, der sich nicht auf Verhandlungen mit und zwischen den Führungen der derzeit an der Regierung beteiligten Kräfte und der bewaffneten Opposition beschränkt, sondern unter Nutzung tradierter Vertretungsforen wie lokalen Shuras und Jirgas auf Gemeinde- und Provinzebene ansetzt.

Ein weiteres zentrales Projekt, das über Gelingen oder Scheitern des Transformationsprozesses entscheidet, ist die Transformation der zentralen staatlichen Organe und Institutionen – Zentralregierung, Zentral- und Provinzialverwaltung, Armee und Polizei in legitime und repräsentative Einrichtungen, die das Vertrauen der Bevölkerung genießen und dadurch eine grundlegende Lebenssicherheit ermöglichen. Grundlegende Voraussetzung für eine solche institutionelle Transformation sind wirklich freie und faire Präsidenten- und Parlamentswahlen mit einem wesentlich stärkeren Engagement der internationalen Gemeinschaft im Prozess der Wahlbeobachtung und Ergebnissicherung.

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